Losung

für den 21.06.2021

Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils.

Jesaja 12,3

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Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Multiplikatoren aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft im Großraum Bonn.

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Wieviel Religion verträgt die Schule?

Welche Rolle spielt Religion in der Gesellschaft? Religiöse Vielfalt ist an Schulen besonders sichtbar und Kinder haben ein Recht auf religiöse Bildung. Wieviel Religion verträgt eine Schule? Wo finden religiöse Ansprüche Grenzen im Lebensraum Schule?

Bild: Gerd Altmann/pixabay LupeBild: Gerd Altmann/pixabay

Die Frage danach, welche Rolle die Religion in der Gesellschaft spielen soll, eröffnet ein weites Feld der Debatte. Die religiöse und kulturelle Vielfalt ist an Schulen besonders sichtbar. Während sich die christlichen Kirchen mit konfessionellem Religionsunterricht und Schulgottesdiensten noch auf rechtliche Garantien einer Präsenz im Schulleben stützen können, wird durch die wachsende Zahl muslimischer, konfessionsloser und anderer nichtchristlicher Schüler*innen dieses Konstrukt zunehmend in Frage gestellt. Religiös begründete Wertvorstellungen, die mit schulischer Praxis in Konflikt geraten und auch der Anspruch auf eine eigene religiöse Praxis z.B. muslimischer Schüler*nnen und ihrer Eltern stellen Schulen vor Herausforderungen. Die Reaktionen darauf bewegen sich zwischen Versuchen konstruktiver Konfliktlösungen und Aushandlungsprozessen einerseits sowie rigoroser Zurückweisung solcher Ansprüche andererseits. Manche fordern mittlerweile, dass Religion und Äußerungen von Religiosität an der Schule generell keinen Platz haben sollen.
Dem gegenüber steht das Recht von Kindern und Jugendlichen auf religiöse Bildung und die Forderung einer religionssensiblen Schulkultur. Religion wird nicht als Konfliktstoff, sondern als Ressource begriffen, die zudem weiterhin Teil der eigenen Identität auch von Schüler*innen ist. Sie machen Deutungsangebote in Krisensituation und im Verständnis des eigenen Lebens und ermöglichen gerade in ihrer Vielfalt interreligiöses Lernen. Doch wieviel an Religion und religiösem Leben verträgt eine Schule, wo finden religiös begründete Ansprüche ihre Grenzen im Sinne eines gemeinsam gestalteten und verantworteten Zusammenlebens im Lebensraum Schule?

Termin:

22. Juni 2021, 19 .00 bis 20.30 Uhr

Referentinnen: 

Dr. Bärbel Husmann, Religionspädagogin (Hannover)
Antionia Bicken-Begrich (Referatleiterin in Ruhe, NRW-Schulministerium)
Dr. Naciye Kamcili-Yildiz (Seminar für Islamische Theologie an der Universität Paderborn)

Moderation und Leitung:

Dr. Beate Sträter, Martin Engels

Anmeldung unter: info@evforum-bonn.de oder www.evforum-bonn.de

Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Evangelischen Forum Bonn
 

 

08.06.2021



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