Losung

für den 25.10.2020

Amos sprach: Ich bin ein Rinderhirt, der Maulbeerfeigen ritzt. Aber der HERR nahm mich von der Herde und sprach zu mir: Geh hin und weissage meinem Volk Israel!

Amos 7,14-15

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Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Multiplikatoren aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft im Großraum Bonn.

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Service

Bildung und Frieden

Lernkoffer Frieden im Heiligen Land - und anderswo

Der Nahost-Konflikt ist mittlerweile eine aussichtslose Sache geworden. Schon viel zu lange dreht sich die Spirale der Gewalt immer weiter, zu viele Versuche einer politischen Lösung sind gescheitert.

Foto: Hmbr at Hebrew Wikipedia. - Transferred from he.wikipedia to Commons LupeFoto: Hmbr at Hebrew Wikipedia. - Transferred from he.wikipedia to Commons

Damit steht der Nahost-Konflikt exemplarisch für die Dynamik von ungelösten Konflikten. Wie kann Frieden entstehen, wenn die Politik versagt?

Wir denken, dass eine Änderung nur von unten kommen kann, durch die Menschen, die in diesem Land leben und die keine Feinde sein wollen. Unser Ziel ist es, als Beitrag zur Friedensbildung Menschen unterschiedlichen Alters für die Situation vor Ort und die Dynamik von Konflikten zu sensibilisieren. Auch angesichts von wachsendem Antisemitismus ist es wichtig, über die Komplexität des Nahostkonflikts zu informieren.

Mit dem Lernmaterial verfolgen wir - für unterschiedliche Adressatenkreise in Schule und Gemeinde - folgende Ziele:

  • Wir wollen verschiedene Zugänge schaffen, den Nahostkonflikt zu verstehen. Dazu dient einerseits der im Koffer enthaltene Zeitstrahl, an dem auf der Grundlage des palästinensischen und des israelischen Narrativs die politischen Entwicklungen erarbeitet und dargestellt werden. Ein Spiel über die Olivenernte, bei dem die Hindernisse "vom Baum bis in die Flasche" erfahrbar werden, vermittelt an einem Beispiel einen Eindruck aus dem Alltag in den besetzten Gebieten.
  • Die Geschichte der Schulgründung von Talitha Kumi durch deutsche Diakonissen ist eine beeindruckende Geschichte von mutigen Frauen und zeigt gleichzeitig, was uns mit dem Heiligen Land verbindet. Diese Verbindung besteht bis heute nach Talitha Kumi als einer deutschen Auslandsschule, an der seit Jahren viele junge Freiwillige aus Deutschland eine Zeit verbringen. Die Schule ist zudem ein Modellprojekt der Friedenserziehung, in einem Umfeld, das es zunehmend schwerer macht, an friedlichen Lösungen festzuhalten. Sie ist ein Stück gelebter christlicher Hoffnung.
  • Das Symbol des Öls ist der rote Faden. Er beginnt bereits in der Bibel in vielfältigen Bezügen. Als Land der Bibel sind Israel und Palästina auch Teil unserer christlichen Tradition. Das Öl ist Zeichen für die einfachen, aber grundlegenden Dinge, die zum Leben nötig sind. Es gibt Initiativen, die genau das Verbindende dieses Lebensmittels für Kooperationen nutzen. Sicher "zarte Pflänzchen", umso mehr können sie Unterstützung gebrauchen.

Zum Einsatz der unterscheidlichen Materialien finden sich in der Einführung didaktische Hinweise.

Das Material ist neben dem Schulunterricht und in der Konfirmandenarbeit besonders auch geeignet für Vorbereitungstreffen für Reisen und Partnerschaftsbesuche, wie natürlich auch für Informationsveranstaltungen, die einen etwas anderen Weg als den des Vortrags einschlagen. Hier ist natürlich noch eine Erweiterung und Anreicherung mit eigenem Material denkbar.

Spiel zur Olivenernte, Foto: Berliner Missionswerk LupeSpiel zur Olivenernte, Foto: Berliner Missionswerk

 

30.03.2020



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